lundi 28 mai 2012

Mbreti i Shqiperise, Otto de Witte


König für 5 Tage

Ein König wird – entsprechendes Elternhaus vorausgesetzt – geboren und nicht gemacht. Es sei denn, man heißt Otto Witte und hebt sich selbst auf den Thron.
So geschehen vor über 90 Jahren.

Am 13. Februar 1913 trieb jener Otto Witte, ein kleiner Schausteller aus Heimbach an der Nahe, sein wechselvolles wie listenreiches Leben auf die Spitze: Er ließ sich zum König von Albanien krönen. Das ruhmreiche Abenteuer währte fünf Tage, und es klingt noch heute unglaublich.

Schausteller Otto Witte aus Heimbach machte Geschichte

Liebe Leser,

als mich bei der Vorbereitung des Heimattages 1973 in Heimbach Landrat Dr. Walter Beyer und Bürgermeister Gerhard Dingert baten, etwas über den legendären König von Albanien vorzutragen und ich zusagte, ahnte ich nicht, auf was ich mich da einließ.

Ich recherchierte überall, wo ich nur eine Spur fand, Behörden und Archive in Baumholder, Berlin, Gau-Algesheim, Hamburg, usw. befragte ich. Sogar Erich Honecker half mir, an die Heiratsurkunde in Berlin-Pankow zu kommen. Fridolin Bauerfeld vor allem verdanke ich eine sehr ergiebige Spur nach Hannover. Im SPIEGEL 19947 und im Spiegel-Archiv wurde ich fündig.


So sah Otto Witte (1871-1958)im Alter aus - ein Bruder fast vom Hauptmann von Köpenick

Der Redakteur des Öffentlichen Anzeigers in Bad Kreuznach machte mir das Archiv der Zeitung zugänglich. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin und die Staatskanzlei Saarbrücken verschafften mir ein Buch, mit dem jemand früher schon einmal versucht hatte, Licht ins Dunkel zu bringen. Der Autor warf aber die Flinte ins Korn. Gerade das wollte ich nicht. Der albanische Botschafter und sein Kulturattachee versprachen mir Hilfe bei dem Versuch, zu erfahren, was im Lande Albanien über die damaligen Vorkommnisse zu erfahren ist. Viele Personen, Presseorgane unterstützten mich und ich könnte die Litanei der Stellen, die mir Hilfe gewährten, noch viel weiter fortsetzen. Das wäre sicher ermüdend für Sie.

Hier lebte Otto Witte

In Heimbach war zu Anfang meiner Recherchen bekannt, dass Witte hier unter dem Namen „De Hahne Keenisch" bekannt war. Er lebte „uff da Hahneborsch", ein Haus, das zwischen den Häusern Schuh und Zimmer etwas erhöht stand. Im Grundbuch war er ebenfalls als (Wilhelm) Hahn eingetragen. Für meinen Vortrag hatte ich nur 20 Minuten Zeit. Diesen gestrafften Text, der in den Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde gedruckt wurde, veröffentlichte die Redaktion des Bläätchens 1997 in einer Serie über mehrere Monate.

Alles Neuere und auch weitere Einzelheiten erfahren Sie später. So z.B., dass das Bundespräsidialamt nach dem Besuch des Bundespräsidenten in Albanien weitere Kontakte ermöglicht hat und dass in Berlin-Pankow, Witte als einer der ihren angesehen wird und in Festzügen auftritt. Diese Kenntnis verdanke ich Pickard Beate, die dort verheiratet ist. Also, später alles weitere.

Viel Vergnügen beim Lesen dieser unglaublichen Geschichte, die 1997 als Serie in unserem "Bläätchen" veröffentlicht wurde.

Mit freundliche Grüßen

Kurt-Hugo Laininger

Wer heute als politisch interessierter Mensch den Landesnamen Albanien hört, denkt wahrscheinlich daran, dass dieses südosteuropäische Land mit etwa zwei Millionen Einwohnern eine demokratische Volksrepublik darstellt, die sich von Moskau abgewendet und an China angelehnt hat, ihre Mitarbeit im Comecon eingestellt hat und aus dem Warschauer Pakt ausgetreten ist.

Wer darüber hinaus noch an religiösen Dingen Interesse hat, weiß, dass Albanien, dessen Einwohner etwa zur Hälfte Mohammedaner sind, während ein Drittel dem röm. kath. und dem orthodoxen Glauben angehören, sich als „ersten atheistischen Staat der Welt" bezeichnet. Im Jahre 1967 wurden in Albanien mehr als 2.000 Moscheen und Klöster geschlossen.

Spätestens jetzt werden Sie sich fragen: „Was hat Heimbach mit Albanien zu tun?" Bevor ich jedoch dazu komme, Ihnen zu erzählen, wie ein Einwohner von Heimbach König von Albanien geworden ist, ist ein kurzer historischer Rückblick nötig:

Albanien, das erst im 20. Jahrhundert ein Nationalstaat wurde, war seit dem Jahre 167 Teil des römischen Reiches. Nach der Reichsteilung im Jahre 395 gehörte es zum byzantinischen Osten. Später war es Streitobjekt zwischen verschiedenen Nachbarländern. In der Mitte des 15. Jahrhunderts gelang erstmalig unter Skanderbek eine Vereinigung aller albanischen Stämme. Nach dessen Tod im Jahre 1468 wurde das Land endgültig türkisch (mit der Folge, dass die Mehrzahl der Albaner zum Islam übertrat). Abgesehen von Aufständen verschiedener Bergstämme gegen die türkische Fremdherrschaft erwachte das albanische Nationalbewusstsein erst am Ende des 19. Jahrhunderts. nach Ausbruch des 1. Balkankrieges rief Ismael Kemal. Bei in Valona am 28.11.1912 die Unabhängigkeit Albaniens aus. Am 29.7.1913 einigten sich die Großmächte in London auf die Schaffung eines selbständigen Albaniens.

In diese Zeit fallen die Begebenheiten, auf die ich in meinem Vortrag eingehen möchte. Zuvor will ich noch den weiteren Verlauf der Staatwerdung Albaniens skizzieren.

Der zum Fürsten des neuen Staates ausersehene deutsche Prinz Wilhelm zu Wied konnte sich in den wenigen Monaten von März 1914 bis zum Kriegsausbruch nicht durchsetzen. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges war Albanien von Mittelmächten und von den Italienern besetzt. 1922 bemächtigte sich Ahmed Zogu der Regierung. 1928 wurde er König. Später lehnte sich Albanien an Italien an. 1939 wurde Viktor Emanuel III König in Personalunion. König Zogu war vorher geflohen. Nach dem italienischen Zusammenbruch kam das Land, (dessen Selbständigkeit nominell wieder hergestellt worden war), unter deutsche Besatzung. Nach dem Abzug der deutschen Truppen wurde Albanien unter Generaloberst Enver Hodscha demokratische Volksrepublik. (1946).

Zum Zeitpunkt der albanischen Unabhängigkeitsbestrebungen trat Otto Witte in das Licht der Öffentlichkeit. Wir sind auf seine Erinnerungen angewiesen, die er in seinem Buch „Fünf Tage König von Albanien" vorgelegt hat. Die darin geschilderten Taten sind anscheinend für seine Zeitgenossen nicht voll nachprüfbar gewesen, denn in dem rd. 700 Seiten umfassenden Werk Friedrich Wencker-Wildberg mit dem Titel „Ungekrönte Könige, Versuch einer Weltgeschichte des Abenteurers", *) Das schon 1934 erschien und in dem sich der Verfasser ernsthaft bemüht hat, die Geschichte einer besonderen Abart der Abenteuer, nämlich der Könige von eigenen Gnaden, zu schreiben, gibt er im Quellennachweis an, er habe die von Witte gegebenen Schilderungen seines albanischen Königsabenteuers nicht nachprüfen können. ich muss Sie also bitten, die Sache nicht allzu ernst zu nehmen.

*) = Staatsbibliothek Marburg, PB 568550

Otto Witte erzählt

Witte schildert in seinen Memoiren, die bereits 1931 im Öffentlichen Anzeiger in Bad Kreuznach als Fortsetzungsgeschichte erschienen sind, wo ich sie im Archiv ausgegraben habe, seinen Lebensweg. Ich folge nun seiner Darstellung:

Er wurde als Kind eines Schaustellers, der in einem Wagen durchs Land fuhr und auf dem Jahrmarkt Damen ohne Unterleib, Seeschlangen und andere Sehenswürdigkeiten vorführte, geboren. Eine richtige Schule hat er kaum besucht; was ihm an Ausbildung fehlte, ersetzte er durch Mutterwitz und Pfiffigkeit.

Schon mit dem neunten Lebensjahr begann sein Wanderleben. Mit einem Menageriebesitzer zog er samt Bude und Viehzeug nach Italien. Er war Zauberlehrling, „abgetrennter menschlicher Kopf", „zersägter" und „verschwundener Jüngling". Nachdem er seine umfassende „Ausbildung" bei Arena-, Theater- und Zirkusbesitzern und als Seiltänzer erfahren hatte, riss er mit 12 Jahren aus – in die Schweiz. Auf der Reise verdiente er seinen Unterhalt durch Handlesen.

Die reiche Witwe

In Mailand kam er zu einer Witwe, die bei seinem Anblick in Tränen ausbrach, weil er ihrem verstorbenen Sohn ähnlich sah. Dessen Platz nahm er für einige Zeit ein, bis ihm das zu langweilig wurde. Sein unruhiges Blut führte ihn diesmal nach Osten; über Venedig, Triest, Budapest und Belgrad nach Serbien. Als ihm das Taschengeld ausging, arbeitete er als Hilfsarbeiter am königlichen Schloss, wo er Gelegenheit fand, dem Königspaar seine Zauberkunststückchen vorführte. Als die Arbeiten beendet waren, ging er mit seinem Arbeitskollegen auf die Walze, bis beide schließlich mazedonischen Räubern in die Hände fielen. Da sie das geforderte Lösegeld (die zuerst verlangten 10.000 Lire wurden schließlich auf 5.000 ermäßigt) nicht beschaffen konnten, mussten sie flüchten. Dann fuhren die beiden Freunde nach Konstantinopel, wo Witte auf einem Dampfer anheuerte. Die Arbeit als Kohlentrimmer machte ihm keinen großen Spaß. Mitgebrachte Stahlwaren aus Solingen, die er unverzollt an Bord brachte und an die Passagiere verkaufte, brachten ihm aber neben dem Erlös aus Zaubervorführungen schöne Einnahmen. In der Türkei kam er mit Trinkgeld und irgendwie gestempelten Papieren überall durch. (Voll Stolz über seine Unverfrorenheit und sein Glück erzählte er, dass er einmal sogar mit einer alten gestempelten Rechnung, die nicht einmal auf seinen Namen gelautet hat, durchgekommen sei).

Geliebt von des Negus Töchterlein

Das nächste größere Erlebnis, das er für berichtenswert hält, spielt Abessinien. Er hatte sich einer Expedition angeschlossen, die das Gebiet des blauen Nils erforschen wollte und zu deren Ehre der Negus Negesti Menelik II einen Empfang gab. - Der Prinzessin gefielen nicht nur die Kunststücke, sondern auch der junge blonde Deutsche. Die beiden beschlossen, miteinander zu fliehen. In Suakin, wo sie ein nach Suez führendes Schiff besteigen wollten, wurden sie von der Hafenpolizei erwischt. Während die Nachfahrin des Königs Salomo und der Königin von Saba zu ihren Eltern zurückgebracht wurde, fand sich für Witte ein Platz hinter festen Mauern. Als gewandtem Artisten war es ihm aber ein leichtes, zu verschwinden, bevor es ihm an den Kragen gehen konnte. Von Beirut, wohin der mit einem Schiff, auf dem er Arbeit gefunden hatte, gelangt war, wanderte er zu Fuß nach Jerusalem. (Dort machte er die Bekanntschaft des Pascha-Gouverneurs, der Gefallen an ihm fand und ihn öfter auf die Jagd mitnahm).

Quer durch Afrika

Auf einer Reise durch Ägypten fotografierte er die Königsgräber (sicher hat er die von ihm hergestellten Karten nicht nur verschenkt). In Kairo schlüpfte er in dem warmen Nest einer Rumänin unter, mit der er sich gut verstand. Überhaupt scheint ihm die Verständigung nirgends Schwierigkeiten bereitet zu haben. Afrika lernte er bei Expeditionen, denen er sich anschloss, durch und durch kennen. Als er dieses Lebens überdrüssig geworden und nach Konstantinopel gegangen war, fiel er einem Werber der Fremdenlegion in die Hände. Nach Lektüre der Schilderung seiner dort erlittenen, „Ausbildung" kann man verstehen, dass er es vorzog, sich möglichst schnell wieder aus dem Staube zu machen.

Flucht in Offiziersuniform

Das schaffte er in einer erbeuteten Offizieruniform, in der sich auch eine Uhr befand, die er sogleich versetzte. Der Erlös reichte auch zum Erwerb eines falschen Passes auf den Namen „Graf Hohenthal". Eine Deutsche aus Siebenbürgen, deren Ehemann kurze Zeit vorher unter Hinterlassung eines beachtlichen Vermögens gestorben war, nahm ihn mit nach hause. Dort erwartete ihn nicht nur die dringend benötigten Kleider, nein, er durfte ganz bleiben und in die Rechte des verstorbenen Ehemannes eintreten. Gegen eine Abfindung von 20 Pfund Sterling verzichtete er schließlich auf seine temperamentvolle Gönnerin zugunsten eines Kaufmannes aus Sachsen. Dieser „Nachfolger" wollte aber sichergehen, dass er sein Geld nicht zum Fenster hin- ausgeworfen hatte; er kaufte nicht nur die Schiffskarten nach London, sondern er vergewisserte sich auch persönlich, dass sein Vorgänger wirklich abreiste.

Die Sache mit Matkei

Auf der Fahrt nach London tröstete Witte sich schnell über den Abschiedsschmerz hinweg, denn er , lernte eine hübsche junge Griechin namens Matkei kennen. Mit dieser Lebensgefährtin; sie hatte ebenfalls eine unglückliche Liebe hinter sich, freundete er sich an. Später wohnten beide in einem erstklassigen Hotel, bis das Geld ausgegangen war. Aber auch diese schöne Frau besaß er nicht allein; sie ging ihm später nach Amerika durch mit einem Burschen, der ihr vorgeschwindelt hatte, er habe zwei Millionen Dollar zugute, die er nur abzuholen brauche. Schließlich stellte sich heraus, dass der saubere Bursche bei der Bank 300 Pfund erschwindelt hatte mit Hilfe eines gestohlenen Scheckbuches. Er beschloss sofort, der Geliebten, die er gutgläubig wähnte, nachzufahren, und zwar als blinder Passagier.


"Graf Hohenthal" lernt an Bord die schöne Matkei kennen

Als Retter in der Not traf er seinen alten Freund, den rothaarigen . Emil, mit dem er früher auf einem Frachtdampfer zusammen gewesen war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dieser rothaarige Freund aus Heimbach stammte.

Dieser Freund brachte ihn im Kohlenbunker unter und verpflegte ihn auch. Nachdem er in Amerika vergeblich nach seiner Freundin gesucht hatte, reiste er nach Deutschland zurück. Als Clown mit einem Zirkus und später als Schauspieler von Stadt zu Stadt ziehend, fand er auch die Spur seiner ungetreuen Matkei wieder, die sich in Konstantinopel befand, aber inzwischen verheiratet war. Er konnte also nur vorübergehend, bis ihr Ehemann zurückkam, bei ihr bleiben. ohne von ihr Abschied zu nehmen, schloss er sich einer russischen Expedition nach Ägypten und dem Viktoriasee an. Er legte dabei 4.000 km quer durch Afrika zurück und fuhr per Schiff nach Indien (einem Teil der Welt, den er bisher noch nicht gekannt hatte), wo er sich als Taucher für eine Tiefsee-Expedition meldete. Schließlich fuhr er nach Südafrika, durchwanderte das Kapland, den Oranje-Freistaat der Buren, Transvaal und das Betschuanaland.

Unter Menschenfressern

Als er schließlich unter Menschenfresser geriet, konnte er sich nur noch dadurch retten, dass er sie durch Zauberkunststücke davon überzeugte, dass sie es mit einem großen Geist, der mit geheimnisvollen Mächten in Verbindung stand, zu tun hatte. Auf dieser Wanderschaft lernte er auch die Pygmäen kennen. Zum Dank für die ihm gewährte Gastfreundschaft befreite er drei, von einem Nachbar-Negerstamm geraubte Pygmäenfräulein, die aber nicht mehr zu ihrem Stamm zurückkehren wollten. Nach Transvaal gelangt, gab er Zaubervorstellungen, zu denen die drei Mädchen tanzten. Auch später in Europa zog Witte mit den drei dunkelhäutigen Damen von Stadt zu Stadt; er feuer- und degenschluckend, die Urwaldschönen tanzend. Um die drei Frauen, die ihm schließlich doch lästig geworden sein mögen, loszuwerden, verheiratete er sie an einen Holländer, einen Böhmen und einen Tiroler.


Fauler Zauber mit den Wilden

Die Befreiung von Mädchen

Nach Indien gereist, fand er eine Schatz, der es ihm ermöglichte, überall in der Welt und auch in Deutschland als „Abgesandter des lieben Gottes" in Not geratenen Leuten zu helfen. Auf Sklavenmärkten kaufte er Europäer frei und schickte sie in ihre Heimat zurück. Auf Sansibar befreite er deutsche Mädchen, die in öffentlichen Häuser verschleppt worden waren.

Schließlich kehrte er nach Deutschland zurück, wo er eine Familie gründete, Dann zog er über die Jahrmärkte mit einem Karussell oder einer Menagerie mit dressierten Affen und Seehunden, die ihm Hagenbeck geliefert hatte. So haben ihn alte Heimbacher Einwohner noch in Erinnerung.

Soldat in der türkischen Armee

Nach vielen Abenteuern, die man gar nicht alle wiedergeben kann, wurde er schließlich am Vorabend des 1. Balkankrieges Offizier der türkischen Armee. Als Spion mit falschem Namen Josef Joppe gelang es ihm, im Dienste des türkischen Geheimdienstes die gesamten Aufmarschpläne der bulgarischen Armee aus dem Kriegsministerium in Sofia zu entwenden. Von dem Vorschuss in Höhe von 10.000 Goldpiasten brachte er sogleich 9.000 Piaster zur Post. Hier zitiere ich ihn wörtlich: „Dort füllte ich eine Zahlkarte an meine Frau nach Deutschland aus und schob dann neuntausend Piaster auf’s Zählbrett. Dabei freute ich mich über das dumme Gesicht, das sie machen würde, wenn der Postbote das viele Geld daheim in Heimbach an der Nahe auf den Tisch zählen würde, denn neuntausend Piaster waren nach deutschem Geld noch immerhin fast dreitausend Mark "


Otto Witte in der Uniform
eines türkischen
Generalfeldmarschalls

Bei dem Einstieg in das Ministerium, den er raffiniert bewerkstelligte, schweiften seine Gedanken manchmal ab zu den neuntausend Piaster, die er heimgeschickt hatte. Sicher, so dachte er, habe der Krämer von Heimbach davon schon einen Teil in seiner Kasse. Wenn nicht alles täuscht, meinte er mit dem Krämer einen Herrn Licht aus Baumholder, von dem wir später noch etwas hören. Die geglückte Beschaffung der wichtigen Akten wurde mit der Verleihung des türkischen Majorspatents belohnt.

Als nächstes übernahm er die Herbeischaffung der serbischen Aufmarschpläne. Als Reisekostenvorschuss erhielt er wieder 10.000 Goldpiaster, die er alsbald zur Post und auf den Weg nach Heimbach brachte. Beim Geheimdienst eingeführt hatte ihn ein türkischer Jugendfreund namens Arzim, der bei seinem größten Abenteuer eine bedeutende Rolle spielen sollte. Die Entwendung der serbischen Aufmarschpläne gelang ihm schließlich mit Hilfe des Mädchens, in dessen Herz und Zimmer er Aufnahme gefunden hatte. Die beiden stahlen ganz einfach einem schon etwas wackeligen General, der die Dame jede Woche einmal besuchte, seine gelbe Aktentasche, in der sich die begehrten Papiere befanden. Nach einer gefährlichen Flucht über die Donau konnte Witte die Pläne, die auch über die vorgesehene Aufteilung der europäischen Türkei Aufschluss gaben, auf den Tisch der türkischen Geheimdienstzentrale legen. - Beim Geheimdienst wurde Witte übrigens nur „Prinz" genannt, weil seine Ähnlichkeit mit dem türkischen Prinzen Halim Eddin sofort ins Auge stach.

Oberbefehl an Prinz Halim-Eddin

In dem so genannten 1. Balkankrieg, der um diese Zeit begann, und in dem der Balkanbund (bestehend aus Serbien, Montenegro, Griechenland und Bulgarien) gegen die Türkei kämpfte, müssen dort unten recht unübersichtliche Verhältnisse geherrscht haben. Beim Ausforschen der Zustände hinter der serbischen Front kam ihm dann der Gedanke, die beiden in Albanien stehenden türkischen Armeen mit einem fingierten Befehl zum Handeln zu veranlassen. Schließlich wollte er als türkischer Prinz Halim Eddin sogar selbst den Oberbefehl über die Truppen übernehmen. Da er zwar sehr gut türkisch sprach, aber weder türkische lesen noch schreiben konnte, musste er sich der Hilfe seines türkischen Freundes Arzim versichern. Dieser sollte ihm als Adjutant zur Seite stehen. Es wurde die Absendung zweier Telegramme beschlossen. „Prinz Halim Eddin kommt, übernimmt Oberbefehl. Der „Sultan", lautete das eine, während das andere folgenden Text aufwies: „Prinz Halim Eddin kommt, hat Oberbefehl über sämtliche Truppen! Die oberste Heeresleitung". Während diese Telegramme von einem Kapitän Volkars in Konstantinopel aufgegeben wurde, hatten sich die beiden Freunde bereits nach Durazzo durchgeschlagen. Die Reise war nicht ohne Gefahr. Die zuvor in Wien bei einem Kostümverleiher erworbenen türkischen Uniformen wären den beiden bei ihrer Ankunft in Durazzo fast zum Verhängnis geworden. Mit Degenschlucken und ähnlichen Kunststücken konnte Witte die serbischen Offiziere von seiner Ungefährlichkeit überzeugen. Per Bauernkarren und zu Fuß setzten sich Witte und Arzim in Marsch in Richtung Tirana, das noch von den Türken besetzt war. Erst etwa 30 km von der Küste entfernt stießen sie auf türkische Vorposten. Sie kleideten sich unbemerkt um und verscharrten ihre Kleider. Dann befahl Witte seinem Adjutanten, dem ersten türkischen Posten zu melden, seine Hoheit Prinz Halim Eddin wünsche unverzüglich General Essad Pascha zu sprechen.

So geschah es dann auch. Bis zum Quartier des Befehlshabers war das Gefolge des falschen Prinzen auf gut zwei Dutzend Offiziere angewachsen. Im Quartier Essad Paschas nahm Witte eine Parade ab. Der Zustand der Truppen war derart miserabel, dass dem falschen Prinzen der Ausruf „Saumäßig, wie die Truppen aussehen" entfuhr. Es gelang ihm sehr schnell, sich Autorität zu verschaffen. Seine Kenntnisse der serbischen Aufmarschpläne, die er sich als türkischer Spion angeeignet hatte, machten großen Eindruck. Dann hielt er folgend Ansprache:„Der Krieg, Effendis, hat eine Wendung genommen, die der ruhmreichen Geschichte der sieggewohnten türkischen Heere Hohn spricht. Unsere Hauptarmee ist vor Adrianopel, das die Bulgaren schwer bedrängen, festgehalten.


König von Albanien nimmt die Parade ab.

Die beiden besten türkischen Armeekorps, die ihren, Effendis, sind berufen, den Krieg zu unseren Gunsten zu entscheiden. ich bin gekommen, Sie zum Siege zu führen. "Das serbische Hinterland ist von Truppen entblößt. Der Weg nach Belgrad ist offen. Wir werden vorstoßen und es erobern!

Er schmiss den Laden

Nachdem ihm die Situation auf der türkischen Seite geschildert worden war, ordnete er ein Zusammenziehen aller Truppen an. Durch sein knappes, militärisches, energisches Auftreten machte seine Hoheit einen solchen Eindruck, dass die beiden türkischen Generäle den Plan fassten, den vermeintlichen Prinzen zum albanischen König auszurufen. Damit wäre ein türkenfreundlicher König vorhanden gewesen, bevor die Westmächte den Thron hätten verschachern können.

Dieser Plan gefiel Witte sehr. Sein Freund Arzim war überhaupt nicht einverstanden. Als türkischer Offizier schien ihm die Sache auf Meuterei hinauszulaufen. Da es im Falle des Gelingens die letzte Möglichkeit gewesen wäre, dem türkischen Sultan das Land zu erhalten, rechnete man mit dessen nachträglicher Zustimmung. Es wurde also eine schlichte Proklamation ohne allen Pomp und Prunk beschlossen. Alles andere sollte nach Beendigung des Krieges anlässlich der Krönung nachgeholt werden.

Zum König ausgerufen

Am nächsten Tag wurde Witte von Essad Pascha zum König von Albanien ausgerufen. Unter Hochrufen der von weither herbeigeeilten Albaner, schmetternder Musik, Geschrei und Tücherschwenken erklärte Witte, er sei gewillt, den Thron anzunehmen und dem stolzen Volk der Albaner ein würdiger König zu werden. Als plötzlich irgendwo eine Kanone böllerte, glaubte er zunächst an das Ende seiner Königsherrlichkeit - aber es waren Salutschüsse. Als die Schüsse verhallt waren und es an die Vorlesung der Regierung ging, sprang Arzim ein, wofür er dann zum 1. Minister ernannt wurde. Die Erklärung, in der viel von den taten des legendären Nationalhelden Skanderbeg (der im 15. Jahrhundert versucht hatte, die Unabhängigkeit Albaniens zu erkämpfen) die Rede war und der geschickt die Jahrhunderte der Türkenherrschaft mit einem großen Sprung übergangen wurden, bis man schließlich bei der Nationalversammlung vor drei Monaten anlangte, wurde mit lautem Jubel begrüßt. Dann wurden Geschenke überreicht, es nahm fast keine Ende.


Es lebe der König von Albanien!
Militär und Bevölkerung jubelten ihm zu

Als Unruhen aus Tirana gemeldet wurden, begab der neue König sich unverzüglich dorthin. Ein Attentat auf ihn wurde von der skipetarischen Leibwache abgeschlagen. Er nahm von seinem Regierungspalast Besitz, in dem zwar noch kein Schreibtisch, aber ein Harem mit 11 jungen hübschen Töchtern einflussreicher Albaner vorhanden war.

Am vierten Tag des Königtums Wittes ging aus Konstantinopel ein Telegramm ein, aus dem zu entnehmen war, dass der richtige Prinz Halim Eddin sich nach wie vor in Konstantinopel aufhalte, so dass der zum König ausgerufene Prinz ein Betrüger sein müsse. Kurz entschlossen ließ Witte den militärischen Stab zusammenrufen, zerriss das Telegramm, nahm Assad Pascha seinen Degen ab, ließ ihn und den anderen türkischen General verhaften und war damit vorerst wieder Herr der Lage. Dann ernannte er den Albaner Ben Dota zum neuen Oberbefehlshaber.

In Arbeiterkleidung geflohen

In dieser Nacht beschlossen Witte und Arzim gemeinsam zu fliehen. Sie teilten die Geschenke unter sich auf und ritten, begleitet von 20 Offizieren, aus der Stadt hinaus. Unter irgendwelchen Vorwänden entledigten sie sich nach und nach ihrer Begleitmannschaft, bis sie schließlich, schon in der Nähe der Küste angelangt, allein waren. Von einem Bauern ließen sie sich Arbeitskleidung geben. Die verräterischen Uniformen versenkten sie in einem Bach. Im Morgengrauen kamen sie unbeschadet in Durazzo an. Die serbischen Posten ließen die beiden zerlumpten Bauern, die offenbar zum Markt wollten, ohne zu fragen passieren. In Durazzo gingen sie an Bord eines österreichischen Schiffes, das sie in anderthalb Tagen nach Fiume brachte. Dort erfuhren sie, welche Wellen ihr Königsabenteuer in der ganzen Welt geschlagen hatte. Vor allem in Berlin soll man sehr erbost gewesen sein, denn die Vorbereitungen, den Prinzen zu Wied zum König von Albanien zu machen, waren schon weit vorgeschritten. - Es stellte sich heraus, dass Witte alles den Kriegsberichterstattern zu verdanken hatte, die die Meldung von der Königsproklamation auf der ganzen Welt verbreitet hatten. Bethmann Hollweg hatte daraufhin Telegramme nach Konstantinopel geschickt und gegen den vermeintlichen Gewaltstreich des Sultans protestiert. Konstantinopel, das aber ein reines Gewissen hatte, hatte geantwortet, es müsse sich um einen falschen Prinzen handeln, denn der richtige sei in Konstantinopel. So war also der Stein ins Rollen gekommen.

Sogar vom Verschwinden der beiden Abenteurer hatte die Presse bei deren Eintreffen in Fiume schon berichtet. Nachdem er sich von Arzim getrennt hatte, fuhr Witte nach hause.

Schwierigkeiten bei der Rückreise

In Salzburg hatte er an der Grenze Schwierigkeiten bei der Zollkontrolle, als man die Schätze aus seinen Hosentaschen zog. Er wurde mehrere Tage aufgehalten und verhört, denn in Tirana war man nicht bereit, auf telegrafische Anfrage zuzugeben, dass man auf seinen Schwindel hereingefallen war.

Witte sagte, man habe doch sicher in den Zeitungen von der Ausrufung eines Königs von Albanien gelesen und von seiner plötzlichen Flucht. Der Mann sei er, und wenn ihm 1000 Telegramme unter die Nase gehalten würden, die änderten alle nichts daran, dass der Exkönig von Albanien im bürgerlichen Beruf der Artist Otto Witte aus Heimbach an der Nahe bei Bad Kreuznach sei.

Da man ihm das nicht glaubte und ihn für geisteskrank hielt, wurde er in eine Nervenheilanstalt untergebracht. Nach einigen Tagen kam der Chefarzt dann aufgeregt gelaufen. Er trug eine vierzehn Tage alte Zeitung in der Hand mit einem Bild, auf dem Witte an der Spitze seines Gefolges zu sehen war, als er in Tirana einzog, um im Justizpalast Wohnung zu nehmen. Auf dem Foto war er in seiner königlichen Würde genau zu erkennen.

Also ließ man ihn weiterfahren. Auf einer Gesellschaft, die der Polizeipräsident gegeben hatte, waren auch Presseleute zugegen, die nichts Eiligeres zu tun hatten, als die ganze Geschichte in die Zeitung zu bringen. Vor allem hatte es ihnen die Sache mit dem Harem und den 11 schönen Mädchen angetan, die er selbst vor lauter Sorgen und Arbeit nur eine Stunde lang hatte anschauen können.

Nun lassen wir Otto Witte wieder selbst zu Wort kommen:

„Froh meiner Freiheit setzte ich mich auf die Bahn. Lange war ich nicht daheim gewesen. So fuhr ich denn über München, Stuttgart, Frankfurt und Bad Kreuznach geradewegs in mein Heimatdorf Heimbach an der Nahe. - Als ich dort den Bummelzug verließ, hielt mich schon gleich der Mann an der Sperre fest. - „Mensch Otto, was hast du nur wieder angestellt? Die Zeitungen schreiben, du wärst König von Albanien gewesen. Stimmt denn das alles, was die da berichten?" - „Stimmt! Stimmt!" nickte ich herablassend und hatte meinen Spaß an der Verblüffung. - Nun, dachte ich, wenn der schon alles weiß, dann wissen sie’s zu Hause ganz bestimmt; und mit stolzgeschwellter Brust ging ich heim. Aber der Empfang war ganz anders, als ich es mir gedacht hatte. - Kaum hatte ich die Wohnung betreten, da kam meine Frau auf mich zugeschossen und schrie: „Einen Harem hast du gehabt? Einen Harem mit 11 Mädchen? Pfui Teufel!" und meine fünf Kinder standen um uns herum und sahen mich mit verwunderten Augen an. Da konnte ich nur den Kopf schütteln. Dieser verfluchte Harem! Er hatte mich nicht nur die Königskrone gekostet, sondern brachte mich nun auch noch kurze Zeit um den häuslichen Frieden. Und dabei hatte ich ihn nur einmal für eine Stunde betreten".

Liebe Leser!

Ich überlasse es Ihnen, zu entscheiden, ob es sich bei den Schilderungen mehr um Köpenickiaden oder um Münchhausiaden handelt. In bin der Sache natürlich, so weit ich konnte, nachgegangen. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass Witte wirklich in Heimbach gelebt hat. Das jedenfalls hat er nicht erfunden. Er wohnte in einem Haus, das „Hahneburg" genannt wurde. Ein Bild dieses Hauses haben wir in unserem ersten Bericht (Seite 3) gezeigt. Meine Nachforschungen beim Grundbuchamt haben ergeben, dass die Parzelle, auf der dieses Haus stand, am 09.06.1911 auf den Schausteller Wilhelm Hahn aus Gau Algesheim aufgelassen wurde. Aufgrund Zuschlagsbeschlusses vom 06.05.1913 ging es dann auf den Kaufmann Jakob Licht aus Baumholder über. Dieser hatte seinerzeit in Heimbach ein Ladengeschäft. Bei ihm dürfte es sich um den „Krämer" aus Heimbach gehandelt haben, bei dem Frau Witte einen Teil des Spionagelohnes umgesetzt haben soll.

Wer aber war Wilhelm Hahn? Die Verbandsgemeindeverwaltung Gau Algesheim, bei der ich unter Mitteilung des mir bekannten Sachverhaltes angefragt habe, hat mir geantwortet, von den befragten älteren, ortskundigen Leuten, wisse niemand etwas von einem Schausteller Hahn.

Die älteren Heimbacher Leute kennen Witte auch als „Hahne König". ich zweifle nicht mehr daran, dass die Namen „Graf Hohenthal" und „Josef Joppe" nicht die einzigen falschen Namen sind, die Witte in seinem langen leben geführt hat.

Nach dem 1. Weltkrieg lebte Witte in Bad Kreuznach. dort hatte er die Gastwirtschaft Zur Rhein-Nahe-Bahn gepachtet. Die alten Kreuznacher kennen ihn noch als Kandidaten bei der Reichspräsidentenwahl 1925. Damals hatte er die fraktionslose Partei gegründet und soll unter seinen Anhängern 23.000 Unterschriften zur Unterstützung seiner Kandidatur gesammelt haben. Dann aber soll er zugunsten von Hindenburg verzichtet haben, wie späteren Veröffentlichungen zu entnehmen war. Amtliche Unterlagen über die Zusammenhänge konnte ich bisher nicht auftreiben. Allerdings besitze ich Kopien von Dokumenten, die er 1947 beim Oberbürgermeister der Stadt Berlin eingereicht hat, als er die Wiederzulassung seiner Partei beantragte. In diesem Gesuch gab er an, etwa 30 % seiner Anhänger seien im Ruhrgebiet beheimatet, während im Rheinland 27 % wohnten. In Großberlin habe er 20.000 Anhänger. Die Unterschrift Wittes, die sich auf dem Antrag neben 14 weiteren Unterschriften befindet, ist offensichtlich mit einem stumpfen Bleistift auf einem hölzernen Tisch ohne Unterlage geschrieben worden.

Dass die alliierte Kommandantur nach Einsicht in die eingereichten Unterlagen es mit der Zulassung der Partei nicht eilig hatte, kann man sich denken. Dass hinter den nicht sehr geschickt abgefassten Schriftstücken, die sich teilweise in einer wörtlichen Wiedergabe von Aufrufen der Besatzungsbehörden das Nachkriegsdeutschland brauchte, war ihr sicher schnell klar geworden. Den folgenden Auszug aus der Charlottenburger Neuen Zeitung vom 08.01.1933 will ich ihnen nicht vorenthalten:

Otto Witte gründet ein Partei

„Auf in den Reistag! Im Jahre 1918 gründete Witte, der übrigens jetzt auch mehrere Gastwirtschaften in Kreuznach besitzt, eine Partei und lässt sich als Reichstagskandidat aufstellen. In einem Flugzettel heißt es wörtlich: Wählerinnen und Wähler, Mittelstand, Arbeiter, Schausteller, Händler, Gastwirte, Kleinbauern sowie alle Unterbeamten, lasst euch nicht durch anderes Schreiben und Sprechen betören, seid fest und standhaft, denn keiner kann eure Interessen besser vertreten als Otto Witte, Gastwirt, Schausteller und Händler. Witte ist ein weltbereister Mann, der Land und Leute im In- und Ausland genau kennt, solch ein Mann wie Witte braucht unser Reich. Witte ist unentbehrlich in der jetzigen Zeit, darum muss die Wahlparole heißen: >Otto Witte wird gewählt! Das ist der richtige Mann!<„

Otto Witte schenkt Hindenburg seine Stimmen

In Bad Kreuznach lässt sich Otto Witte als Gastwirt nieder, mehr als einmal muss er den Gästen seine Geschichte erzählen. Vielleicht animiert ihn das zu einem neuen Abenteuer: Er will sich auch in Deutschland als Politiker versuchen und gründet die „Fraktionslose Partei des deutschen Mittelstandes". Als 1925 der Reichskanzler Friedrich Ebert stirbt und ein Nachfolger gesucht wird, lässt sich Otto Witte als Kandidat aufstellen. Im ersten Wahlgang kann er mehr als 100 000 Stimmen verbuchen. Sohn Karl: „Ihm genügte die Sensation. Er verzichtete auf seine Stimmen und schenkte sie mit einer großartigen Geste dem für den zweiten Wahlgang überraschend als Kandidaten aufgestellten Generalfeldmarschall von Hindenburg." Show ohne Ende.

Zu allem Unglück erschien dann noch ein Artikel in der Berliner Zeitung vom 21. Januar 1948, der sicher von Witte inspiriert war und in dem neben vielen anderen Erlebnissen, darunter natürlich die Albaner Affäre, auch von der Wiedergründung der fraktionslosen Partei die Rede war. Dass dieser Artikel die Ablehnung des Antrages durch die Alliierte Kommandantur am 31.01.1948 verursacht hat, scheint nicht ganz abwegig zu sein.

Witte lebte in den Notjahren nach dem 2. Weltkrieg in Berlin. Von dort aus wollte er, wie er einem Reporter des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel" im Oktober 1947 erzählte, ins Ausland gehen, um Lebensmittel herbeizuschaffen. Das muss ihm dann doch nicht erlaubt worden sein; an Energie hat es dem damals 73jährigen sicher nicht gefehlt.


Der Königstitel war noch in Otto Wittes Bundespersonalausweis vermerkt.

Am 13. August 1958 stirbt Otto Witte, er wird in Hamburg-Ohlsdorf beerdigt. In das Familiengrab wird auch seine bereits 1949 verstorbene und in Baumholder beerdigte Frau Maria zur endgültig letzten Ruhe gebettet.

Andreas Bauer, stellvertretender Intendant der Komischen Oper in Ost-Berlin, erinnerte sich viele Jahre später an eine Begegnung mit Otto Witte: „In meinem Gedächtnis ist er geblieben als ein liebenswerter Fantast, als einer der letzten Abenteurer, der, wie ein guter Clown, sich lustig machte über die Welt, aber auch – und das war seine Größe – über sich selbst."

Ein Clown, der König wurde. Wenn auch nur für fünf Tage. Ob wahr oder nicht – wollen wir’s unbedingt wissen?
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mardi 15 mai 2012

Letrat e Ali Pashes

 Letrat  e Ali  Pashes

Cependant Ali se préparoit amp; attaquer Soir de vive force; mais il s'en fallut de bien pèn que les Suliotesne fussent débarrassés pour toujours de ce dangereux ennemi. Une troupe de ces braves montagnards , au nombre d'environ deux cents , ayant appris qu'Ali étoit.campé avec ses gardes à quelque distance du corps d'armée, marchèrent contre lui pendant la nuit, dans le dessein de s'en emparer mort ou vif; mais un traître découvrit cette entreprise au pacha, qui porta sur.le.champ son quartier- général dans un endroit plus sûr; et ce projet l'ayant enflammé d'une nouvelle fureur, il donna le signat de l'attaque., et fit marcher ses troupes vers les défilés.

Devant un ennemi si supérieur en nombre, les Suliotes furent obligés de battre en retraite; et, abandonnant leurs frontières méridionales, ils entrèrent dans le district nommé Laka , qui conduit à Arta et à Prévésa. Les Turcs les poursuivirent jusque dans la vallée de l'Achéron ; mais ils furent arrêtés au défilé de Klissnra, où ils reçurent de telles volées de mousqueterie, tant de la forteresse de Tichos qui commande ce passage, que de derrière les rochers et les précipices, que le défilé se trouva presque comblé par leurs calavres. Le pacha, qui avoit pris son poste sur une montagne en face nommée Bogoritza , vit le désordre qui réguoit parmi ses troupes , et entra dans une fureur inexprimable. 11 ordonna qu'on prît la tour de Tichos à quelque prix que ce fût, offrit diverses récompenses, et promit cinq cents bourses à celui qui eclrcroit le premier dans Kako.Suli. Animés par ces promesses et par lus regards de leur maUre , lu« Albanais combattirent comme des lions i mais le passage des Thermopyles n'avoit pas été défendu avec plus de résolution que nele fut celui de Klissura. JesSulfotesavoientravantage.de combattre a l'abri des rochers , du haut desquels leurs femmes etleurs eni'ans iàisoient pleuvoir de grosses pierres sur leurs ennemis, qui tomboient en si grand nombre que leurs corps faisoient comme un mur de sejwation entre les combattans. Mais enfin les Snliolcs commencèrent ù manquer de muni lions; leur (eu se ralentit; des troupes fraîches d'Albanpis se.sicpé- doieut sans cesse, et ils firent retraite sur .kialia. Les Turcs ne cherchèrent pas à prendre la.forteresse de Tichos ; mais, la laissant derrière eux, ils poursuivirent les Suliotes en poussant de grands cris , tandis que le pacha, suivant à l'aid d'un télescope les mouvemens de son armée, se croyoit déjàmiiîlre de tout le pays. ... . . .......; .. afi

Les Suliotes ayant reconnu qu'ils ne pouvoicipt défendre Ivialla , tous les habitans en partirent et se réfugièrent dans leurs montagnes inaccessible.*, tandis que les troupes de la république, .toujaurç suivies par celles du pacha, se retiraient veps Kako- Suli. Laforteressed'Aghia.Paraskevi qui commande; le défilé profond de Tripa , situé entre KiuJI'a et la capitale, avoit alors une garnisop si feihle, accrue , elle attira l'attention de ses voisins , et elle eut plusieurs guerres à soutenir tant contre les beys de Paramithia et de Margariti que contre les pachas d'Arta et de Janina. Mais elle fut toujours défendue par la situation imprenable qu'elle occupoit sur ses rochers inaccessibles, et la bravoure de ses citoyens les mit en état d'étendre leurs limites bien au-delà de leur ancien territoire. Avant leur première guerre contre Ali-Pacha, les Suliotes possédoient soixante.six villages, tous conquis par leurs armes. Les citoyens de la république étoient classés par divisions nommées faras. Chaque fara contenoit un certain nombre de fa-, milles, et étoit commandé par son chef.

Kako-Suli contenoit 19 faras et 420 familles.
Kiaffa 4 60
Avarico 3 55
Samoniva 3 5o

Quand les habitans de ces villages devinrent trop nombreux pour pouvoir y subsister , sur les soixante-six villages tributaires , on en choisit sept dans lesquels on envoya des colonies de Suliotes qui furent exemptées de payer soit le tribut régulier, qui étoifle dixième du produit total, soit des contributions forcées. Cinq faras furent établis ainsi à Tzicuri, trois à Alsocori et a Gionala , deux à Pericati, à Villa et à Tzephleki, et un à Kondati. Le caractère de cette .peuplade étoit belliqueux à l'«xtrême, et les exercices militaires composoient guerres un usage bien extraordinaire, c'étoit «l'envoyer un foible détachement contre une force supérieure , et un corps nombreux contre une troupe peu considérable. Dans le premier cas , ils intimi- doient leurs ennemis, qui savoient qu'ils étoient déterminés à vaincre ou a périr i dans le second, ils étoient en état de faire plus de prisonniers, dont la rançon leur fournissoit les moyens d'acheter des armes et des munitions.

Telle étoit la république qu'Ali se préparait à attaquer. Il en regardoit la destruction comme nécessaire pour l'exécution de ses projets ; car non seulement les Suliotes étoient les meilleurs soldats dans les rangs de ses ennemis, mais ils occupoient, dans le centre de ses états, la plus forte position qui s'y trouvât ; ils y donnoient retraite aux mécon- tens , et ils descendoient de leurs montagnes pour ravager ses domaines, toutes les fois qu'il étoit oc- ; cupé à une guerre éloignée. Il fit en 1792 les préparatifs de sa première expédition. Il leva une armée d'environ dix mille hommes d'élite, toutes troupes albanoises, et fit courir le bruit qu'il alloit attaquer. la ville d'Argyro-Castro, dont les beys avoient été ses ennemis les plus acharnés dans le commencement de sa carrière. Sous ce prétexte il s'efforça d'inspirer aux Suliotes une fatale sécurité; il leur demanda même leur alliance et leur coopération , en leur offrant double paye et des récompenses proportionnées à leur valeur reconnue. Voici la lettre qu'il écrivit à ce sujet à leurs deux plus illustres capitaines.

« Mes amis, capitaine Botzari et capitaine Tzavella , moi, Ali - Pacha, je vous salue et vous baise les yeux. Connoissant votre courage et votre zèle , je crois avoir grand besoin de votre secours. Je vous prie donc, au reçu de cette lettre, de ne songer qu'à assembler teus vos palikars , et de venir me joindre, pour que je marche contre mes ennemis. Voici l'instant et l'occasion où j'ai grand besoin de votre aide, et où je m'attends que vous me prouverez votre affection et votre amitié. Votre paye sera double de celle que j'accorde âmes Alba. nois.carje sais que votre valeur est supérieure à la leur. Comme je ne me mettraipasen campagne avant votre arrivée, je vous prie de venir promptement. Voilà ce que j'avois à vous dire , et je vous salue. »

Les capitaines Botzari et Tzavella convoquèrent une assemblée de leurs concitoyens, et y firent la lecture de cette lettre. Presque personne ne fut dupe des artifices et de la duplicité du pacha. Ils lui répondirent que leurs guerriers ne pouvoient quitter leur pays , où leur présence étoit toujours nécessaire pour le défendre ; mais que désirant l'obliger et s'assurer son amitié, ils avoient permis au capitaine Tzavella de le suivre à la victoire avec soixante-dix palikars.


Dès vl« cette petite troupe fut arrivée, l pouf empêcher qu'on ne soupçonnât ses projets, se mit en marche dans la direetioa d'Argyro.Castro, A peine avpit-il fait vingt milles, qu'il fit halte, et ordonna dp camper en cet endroit En pareille occasion, l'usage des Suliotes est de s'exercera la course, au saut, à la lutte et à d'autres jeux militaires. Ils quittèrent leurs armes pour s'y livrer, et au même instant l'ordre fut donné de les arrêter. Tous furent saisis et chargés 4e fers, à l'exception de trois, dont deux , ayant eu le temps de sauter sur leurs armes, se défendirent jusqu'à la inort, et périreut couverts de blessures ; et le troisième , qui étoit doué d'une grande agilité, prit la fuite au milieu de mille coups de mousquet, dont aucun ne l'atteignit, passa le Kalamas à la nage, et, se dirigeant vers Suli, y arriva à temps pour mettre ses concitoyens en garde contre leur perfide ennemi le lendemain, le pacha parut dans leur dis- ttfiet, à la tête de toute son armée; mais trouvant les Swlfotes avertis de ses projets, et disposés à lui faire «ne chaudfe réception, il différa son attaque pour recourir encore h la ruse et essayer l'effet d'une négociation artificieuse. Ayant ordonné qu'on lui amenât le capitaine TzaveHa, il lui promit les plus grandte? récompenses s'il décidoit ses concitoyens à se soHmeHpe, et le menaça de l'horrible alternative d'être écorché vif, s'ils persistoient dans leur

Wsra tance. « Rendez-moi donc la liberté, » dit Tzaveflà, « car jamais mes concitoyens ne se soumettront tant qu's me verront dans vos fers. » Ali, frop rusé pour laïsser ainsi sa proie s'échapper, lia demanda quelle garantie il Iiii donner oit de soa retour, s*îl ne réussissoit pas dans sa négociation. « Mon fils unique Foto, » répondit Tzavella, « dont « la vie m'est mille fois plus chère, et est plus pré. « cieuse à sa patrie que la mienne. » Tzavella fut remis en liberté à cette condition, et un nombre égal oTAlbanois et de Siilïotes firent l'échange des prisonniers au pied d'une montagne.

Dès que ce capitaine fut arrivé à Sulï, il convoqua une assemblée de tous les autres chefs, leur expliqua la conduite et les projets du pacha, les assura qu'ils De devoient pas compter sur ses promesses de clémence, etles exhorta a se préparer h une vigoureuse résistance, sans songer ni a lui ni à, sa famiHfe dont il n'existoit pas un seul membre qui ne lut fier o*e se sacrifier pour sa patrie. Cependant il fit traîner en longueur les négociations pour avoir le temps de finir les préparatifs de défense, et ce ne fut que forsqu'ïls furent terminés sur tous les points qu'ïl envoya la lettre suivante au tyran.

« Ali-Pacha , je me réjouis d'avoir trompé un trompeur. Je suis ici prêt à défendre mon pays contre un brigand. Mon fils est dévoué a la mort, mais j'eni tirerai une vengeance terrible avant de mourir. Quelques Turcs, comme vous, diront que je suis un père barbare de sacrifier mon fils à ma propre sûreté ; mais je répondrai que, si vous étiez maître de nos montagnes, vous n'en feriez pas moins périr mon fils avec toute ma famille et tous mes concitoyens, et que, dans ce cas , je ne pourrais venger sa mort. Si nous sommes vainqueurs, j'aurai d'autres enfans, car ma femme est encore jeune. Si mon fils, tout jeune qu'il est, regrette de se sacrifier pour sa patrie, il n'est pas digne de vivre ni d'être reconnu pour mon fils, et l'on ne doit le compter parmi les dignes enfans de la Grèce que s'il sait subir la mort avec courage. Avance donc, traître , car j'ai soif de vengeance, et je suis ton

ennemi juré.

« Lambro Tzavella, ».


http://books.google.fr/books?id=eGIOAAAAQAAJ&pg=PA67&dq=albaniens+illyriens&lr=&ei=h7djSfu_D5b0ygSU3N3ECA#PPA101,M1

dimanche 4 décembre 2011

De l'origine des Albanais, par Prosper Mérimée



J. Georg von Hahn
L'ORIGINE DES ALBANAIS

Albanesiche Studien, "Etudes sur l'Albanie", par M. Johann Georg von Hahn - Vienne, 1834.
Revue contemporaine 1854 ProsperMérime





La nation albanaise a joué un rôle considérable dans la révolution à la suite de laquelle s'est constitué le royaume de Grèce, mais ce rôle a été muet. Les Grecs et les Turcs furent alors les seuls acteurs qui attirèrent l'attention du public européen. Cependant c'est l'ambition de l'Albanais Ali Pacha de Janina en gr. Ioannina, actuellement Grèce du nord] qui prépara l'insurrection grecque ; la fidélité des Albanais à la domination ottomane a probablement empêché cette insurrection de s'étendre, et si l'on en croit des gens bien informés de la situation actuelle, tant que les montagnes de l'Epire renfermeront une population belliqueuse et dévouée au Sultan, toute tentative semblable aura peu de chances de succès. Remarquons «encore que la race albanaise a fourni des capitaines et des soldats aux deux partis dans la guerre de 1821-1830, les Souliotes SuliSuliotët) en alb.] étaient des Albanais chrétiens, aussi bien que les intrépides matelots d'Hydra et de Spezzia. Aujourd'hui une partie notable de la population du royaume de Grèce n'appartient pas à la race Hellénique; elle se compose d'Albanais hellénisés. Pour la seconde fois la Grèce a triomphé de ses vainqueurs. Ce petit peuple d'où sont sortis tant d'aventuriers héroïques, tant de bons soldats et de marins, n'est guère connu que par ses émigrés, qui s'accommodent avec une merveilleuse facilité aux mœurs, aux institutions et jusqu'à un certain point à la religion du pays où le sort les jette. « Où le sabre, la foi » c'est un proverbe national parmi tes Albanais. Partout, en Orient, ils attirent l'attention du voyageur. En Grèce leur langue étrange, en Turquie leur costume pittoresque les distinguent tout d'abord au milieu des populations mêlées que l'on rencontre. Chez eux on ne trouve pas le phlegme sublime des Turcs, ni cette gravité noble et dédaigneuse que possède le portefaix de Constantinople aussi bien que le pacha à trois queues, mais ils apprennent les grandes manières de l'Orient lorsqu'elles leur sont utiles; en effet, c'est un des traits de leur caractère que l'éducabilité. Naturellement vifs et curieux ils ne demandent qu'à s'instruire et craignent peu de se compromettre en se frottant à la civilisation franque. Je me souviens qu'en une excursion que je fis il y a quelques années dans l'Asie mineure, je me laissai persuader de prendre une escorte pour traverser le Tmolus Mont Tmole, montagne où les voleurs mourraient de faim s'ils ne vivaient que des voyageurs qu'ils détroussent. Bien entendu, que je ne trouvai pas de voleurs, mais de distance en distance je rencontrai des gendarmes pour m'accompagner et me protéger. Ces gendarmes qui se relayaient à chaque corps de garde, étaient tantôt des Turcs, tantôt des Albanais. Les premiers n'ouvraient jamais la bouche, ne me regardaient pas et ne pensaient pas à moi, s'ils pensaient à quelque chose. Avec les Albanais, au bout de cinq minutes nous étions camarades. Nous causions, eux dans leur mauvais grec, moi dans un grec encore pire, et chose surprenante, nous nous comprenions un peu, car à force de gestes et de grimaces tous nos barbarismes devenaient intelligibles. Ils riaient, chantaient, gambadaient; ils avaient l'air de francs gamins. Si une boucle, une courroie, se détachait de mon petit bagage, cela disparaissait aussitôt comme par enchantement. Ces gens paraissaient connaître à merveille notre proverbe, « ce qui tombe dans le fossé est pour le soldat. » En revanche on m'a dit que mes gendarmes, si habiles à voler des bagatelles, se seraient fait casser la tête pour me défendre des voleurs de profession. Je n'ai pas la prétention de juger les Albanais par ceux qui m'ont escorté, et je ne cite mes observations personnelles que parce que de cette époque date ma curiosité au sujet de leur nation. C'est dans leur pays qu'il faut apprendre leurs vices et leurs vertus; malheureusement ils sont beaucoup moins accessibles aux voyageurs que leurs voisins, Grecs ou Slaves. De hautes montagnes, des vallées abruptes, une insécurité complète hors des villes, une langue sans analogue en Europe, enfin des mœurs encore rudes et sauvages rebutent les touristes les plus aventureux et rendent leurs explorations fort difficiles. »
L'auteur de l'ouvrage que nous annonçons a profité d'un long séjour en Albanie, et du caractère privilégié de consul de Sa Majesté l'Empereur d'Autriche, pour étudier de près ce peuple encore si mal connu, et si des recherches approfondies, des renseignements neufs, une vaste érudition suffisaient pour faire un livre excellent, les Études sur l'Albanie ne laisseraient rien à dire aux voyageurs qui viendront après M. Hahn. J'ai regret à confesser que l'ouvrage ne brille ni par l'ordre, ni par la méthode; il est diffus, souvent obscur; ou y cherche vainement cette vivacité d'impressions et de coloris qui fait le charme d'une relation, qui transporte le lecteur en présence de scènes nouvelles, et le fait jouir sans fatigue de presque tous les plaisirs d'un voyage. En revanche, c'est un excellent dictionnaire pour tout ce qui concerne l'Albanie; il faut peut-être un peu de temps pour le consulter, mais à la longue on y trouve ce qu'on cherche, et il récompense, par des notions exactes la patience dont il faut faire preuve en l'interrogeant. Les Allemands ont parfois le tort de ne pas assez mêler l'agréable à l'utile : personne, du moins, ne contestera à M. Hahn le mérite d'être utile.

Voulez-vous savoir l'histoire de Scanderbeig Georges Castriote, dit Skanderbeg? 


Voulez-vous apprendre comment les sorcières albanaises tirent la bonne aventure ? Ou, si vous aimez la statistique, vous êtes peut-être curieux de connaître combien de décalitres d'huile on récolte dans telle vallée dont le nom est terrible à prononcer ? 
 Vous trouverez tout cela dans les Etudes Albanaises, pas toujours sous la rubrique que vous imaginez. Quelque fois les notes vous en diront plus que le texte; quelque fois, à propos de statistique, vous aurez un trait de mœurs, et vice versa. Suffit qu'il y ait de quoi intéresser tout le monde; pour moi, parmi un grand nombre de dissertations philologiques, commerciales, politiques, j'ai tout d'abord été attiré par une assez longue notice sur une question difficile, celle de l'origine des Albanais. Jusqu'à présent le problème est demeuré fort obscur. Je n'ai pas besoin de faire remarquer l'autorité qu'apporté M. Hahn en cette matière, car à une vaste érudition il joint le rare avantage d'une connaissance parfaite de la langue chkyipe [shqipe] ou albanaise. Disons tout d'abord que l'idiome que parlent aujourd'hui les Albanais est totalement différent du grec et du slave en usage chez leurs voisins; en outre, on ne connaît aucune langue morte ou vivante qui ait avec le chkyipe assez d'analogie pour qu'on en puisse conclure une ancienne parenté. Le chkyipe est une langue isolée comme le basque.

Les Basques vous diront que Noé parlait basque dans l'arche. Je n'eu sais rien, mais tout semble prouver que dans leur pays on n'a jamais parlé d'autre langue. Ils sont, comme s'expriment les savants, un peuple autochtone, ce qui revient à dire qu'on n'en connaît point qui les ait précédés dans le pays qu'ils habitent aujourd'hui. A défaut de tradition historique, on fait remarquer ce fait très important que tous les noms de lieux de leurs vallées, de leurs montagnes et de leurs villages, appartiennent à la langue basque.

En Albanie, il suffit de jeter les yeux sur la carte pour observer un fait tout contraire. Un grand nombre de localités ont des noms empruntés à des dialectes slaves. Pourtant, elles ne sont habitées que par des gens parlant l'albanais, et qui, dans leurs mœurs comme dans leurs caractères physiques, n'ont rien de commun avec les Serbes et les Bulgares, de la langue desquels sont tirés ces noms de lieux.

En France et en Espagne, on trouve des villes et des villages ayant des noms basques, mais habités uniquement aujourd'hui par des Français ou par des Espagnols. On eu conclut, non sans raison, qu'à une époque antérieure, plus ou moins éloignée, des Basques ont vécu dans ces villes, les ont fondées peut-être, ou, si l'on veut, y ont assez dominé pour leur imposer un nom. Le fait analogue que nous venons de rapporter prouve qu'à une certaine époque des Slaves se sont établis en Albanie, et qu'ils y ont été remplacés par la population actuelle. Or, l'histoire ne fournit presque aucun renseignement sur cette révolution.
Seulement, on s'aperçoit qu'au Moyen-âge les chroniqueurs occidentaux ont confondu l'Albanie avec la Bulgarie, pays slave.

Plus tard, lorsque le nom des Albanais se produit pour la première fois dans l'histoire, ils forment déjà une nationalité importante et compacte ; on les voit déborder de leurs frontières et molester leurs voisins du Nord et de l'Est. L'existence de ces noms de lieux slaves, qui se retrouvent jusqu'au centre des montagnes, où d'ordinaire les peuples autochtones maintiennent leur nationalité avec obstination, ne permet pas de révoquer en doute l'occupation complète du pays par un peuple étranger à la race albanaise ; et cette occupation a dû être assez prolongée, pour que des noms aient été donnés à plusieurs villes. Là dessus, on peut se demander si les Slaves se sont approprié un pays vide, ou s'ils l'ont conquis par une guerre d'extermination, car autrement ils n'auraient pas manqué d'adopter les noms donnés par les premiers possesseurs du sol, de la même manière que les Albanais eux-mêmes ont adopté les dénominations des Slaves. Observons encore que l'expulsion de ces derniers a dû être assez lente pour que les conquérants aient eu le temps de se familiariser avec la nomenclature des vaincus.

En Grèce, le même phénomène se présente et tout aussi mal connu.
Une invasion slave a eu lieu, et le souvenir s'en est perdu, aussi bien que celui de la révolution qui a remis la population hellénique en possession de la terre occupée par ses ancêtres. Là, du moins, cette révolution s'explique facilement par l'ascendant qu'ont exercé la religion chrétienne et la civilisation hellénique ; tandis qu'Albanais et Slaves ont été des Barbares aux prises, et bien habile qui pourrait décider de quel côté était la supériorité intellectuelle.

Les traditions locales sont en général fort modernes en Albanie; elles fournissent pourtant quelques lumières. Les Mirdites [Mirditore], tribu catholique aux environs de Scodra [Shkodër], se disent descendus d'un Bulgare qui serait venu s'établir entre le Drin fleuveet la Mattia Mat, fleuve, c'est leur territoire actuel. Notez qu'ils parlent l'albanais, bien que proches voisins des Monténégrins et des Bosniaques, qui ont des dialectes slaves. Les montagnards de l'Albanie centrale disent qu'autrefois leurs hautes vallées étaient habitées par des Serbes. A une époque qu'ils ne peuvent préciser, des Chkipetars ou Albanais, venus ils ne savent d'où, se seraient mêlés aux familles serbes, qui mécontentes de voir prospérer les immigrants, se seraient éloignées ou bien se seraient éteintes dans la misère. A part le vague de ces deux récits, ils ne font que confirmer le fait déjà constant d'une occupation ancienne de l'Albanie par des Slaves. Reste toujours à deviner s'ils ont été chassés par l'invasion d'une horde étrangère ou bien par les premiers habitants du pays, qui subjugués un moment comme les Grecs, seraient parvenus à se débarrasser de leurs envahisseurs.
M. Hahn se déclare pour la seconde de ces hypothèses, et voici en quelques mots les arguments sur lesquels il se fonde.

La langue albanaise n'ayant rien de commun avec les idiomes slaves, le peuple qui la parle ne peut avoir fait partie de l'invasion slave, laquelle est incontestable. D'un autre côté, l'histoire n'a pas conservé le souvenir d'une autre immigration assez considérable pour constituer une nation; nulle part on n'a découvert un peuple parlant un dialecte voisin de l'albanais; en un mot, il n'existe aucune trace ni du voyage, ni du point de départ des Albanais, fait inouï et inexplicable si leur arrivée était postérieure à celle des Slaves. La vraisemblance est donc qu'ils sont autochtones.

M. Hahn n'a point il examiné l'hypothèse proposée d'une parenté entre les Albanais de l'Épire et les Albaniens du Chirvan ou du Caucase. Je crois en effet que cette supposition, fondée sur une conformité de nom fortuite, ne mérite guère d'être discutée, et que les anciens Albaniens (Turcs ou Arméniens) n'ont aucune affinité à prétendre avec nos Chkipetars Albanais.

Aujourd'hui que l'étude des langues comparées a pris des développements considérables, je ne crois pas qu'un idiome analogue au chkyipe à l'albanais, s'il en existait fort loin de l'Albanie, eût manqué d'attirer l'attention des savants qui s'occupent de linguistique et d'ethnographie.
M. Hahn fait encore valoir cette considération assez difficile à apprécier pour nous, c'est que les mœurs des Albanais auraient une très grande affinité avec celles des Grecs et des Romains, et pourtant, comme leur langue proclame qu'ils appartiennent à une race d'hommes essentiellement distincte, ou ne saurait expliquer cette conformité de mœurs que par des rapports anciens avec la civilisation hellénique, lesquels auraient existé à une époque très antérieure aux invasions des Barbares en Occident.
Mais cette conformité de mœurs, que je suis tout prêt d'admettre sur la parole de M. Hahn, suffit-elle pour prouver des relations anciennes entre deux peuples? J'avoue que j'ai quelque peine à voir dans ce fait un argument sérieux. Rien de plus fréquent que d'observer de pareils traits de ressemblance entre des nations qui n'ont jamais eu de rapports les unes avec les autres. En faut-il alléguer un exemple?

Prosper Merimée
Je vois, par les Etudes Albanaises, que la passion de la vengeance est un des traits caractéristiques des Chkipetars Albanais. Non seulement il est reçu chez eux de tuer l'homme qui vous a offensé, mais encore son frère, voire ses cousins et ses arrières cousins. Eh bien ! Cela se pratiquait et se pratique encore peut-être aujourd'hui en Corse. Il y a même dans le dialecte de l'île un mot pour désigner cette espèce de vengeance ; on l'appelle vendetta transversale. Doit-on en conclure d'anciennes relations entre les Corses et les Albanais ? L'objection, probablement loin d'embarrasser M. Hahn, lui fournirait peut-être un nouvel argument, et il est homme à nous démontrer que ces deux peuples si éloignés sont peut-être très proches parents. Son système sur l'origine des Albanais pourrait expliquer celle de plusieurs autres nations, celle des Corses, entre autres. Dans les idées du savant Allemand, la nation albanaise serait un rameau isolé de la grande souche pélasgique, cette race mystérieuse dont l'existence en Occident a précédé celle des Hellènes et des tribus italiotes. La question, comme on le voit, tend à s'amplifier considérablement.
Les historiens grecs sont unanimes pour reconnaître que leurs ancêtres trouvèrent les Pélasges en possession de tout le pays qui, plus tard, s'appela la Grèce.

Ces Pélasges qui, aux yeux des Grecs, étaient des Barbares (cela veut dire qu'ils ne parlaient pas un dialecte hellénique), étaient venus dans la Grèce, de la Macédoine et de l'Epire.
Selon M. Hahn, ils se seraient maintenus dans ces provinces et auraient conservé jusqu'à un certain point leur nationalité. Que les Epirotes fussent des Barbares, on le concède facilement, car ils n'ont jamais joué un rôle dans l'histoire de la Grèce libre ; mais, à l'égard des Macédoniens, on éprouve quelque scrupule à leur donner cette qualification.

L'opinion des anciens eux-mêmes paraît avoir varié sur ce point suivant les temps. Lorsque le nom de barbare fut devenu une espèce d'injure, et surtout lorsque les rois de Macédoine commencèrent à exercer une influence prépondérante sur la Grèce, il est à croire qu'on ne chercha pas à éclaircir la question; mais il est certain qu'à une époque où la peur ne pouvait dicter l'opinion, les Macédoniens étaient considérés comme tout à fait étrangers à la race hellénique.

Un de leurs rois, Alexandre I, se présenta pour concourir aux jeux olympiques, et d'abord les juges refusèrent de l'admettre. Il gagna néanmoins sa cause en alléguant qu'il descendait d'Hercule, et que, partant, il était Grec. Ainsi il reniait son pays. Parmi des peuples entichés de leurs origines héroïques, l'argument était décisif, et un roi de Lacédémone roi de Spartes, Lacédémon, fils de Zeus et de Taygète et roi de Laconie est l'époux de Sparta en fit usage avec le même succès pour se faire ouvrir un temple clouté, l'entrée était interdite aux Doriens. Je suis Héraclide, dit-il, et par conséquent, Éolien. Lorsque les successeurs des roitelets de la Macédoine furent devenus de puissants souverains, leur cour et leur pays perdirent beaucoup de leur caractère national. La Grèce devint pour eux le centre de l'élégance et du goût, ils réformèrent leurs mœurs d'après elle, et probablement le grec devint la langue des honnêtes gens.

Alexandre-le-Grand s'écriait, au milieu du Granique: « 0 Athéniens, je mériterai vos louanges ! » Les grands de la Macédoine se préoccupaient alors de l'opinion des Grecs, comme les gentilshommes Russes du dix-huitième siècle attendaient la renommée de quelque lettré de Paris.

Cela n'empêchait pas le peuple et les soldats de rester de francs Barbares et de conserver leur idiome national. Alexandre ordonnait à Philotas l'un des plus proches compagnons d'Alexandre le Grand qui avait conspiré contre lui, de se justifier en grec ou en macédonien, et le rude guerrier reprochait à son roi de prendre les mœurs des vaincus, d'avoir oublié sa langue et d'avoir besoin d'un interprète pour parler à ses vétérans.
On objectera à M. Hahn que le macédonien pouvait différer beaucoup du grec, et cependant n'en être qu'un dialecte plus ou moins corrompu. Il répond que c'était le pur pélasgique, c'est-à-dire l'ancien albanais, et il s'efforce de le prouver en comparant dans une longue discussion des mots de l'albanais moderne avec le petit nombre de termes macédoniens, plus ou moins estropiés, que nous ont transmis les lexicographes.

Avouons d'abord notre incompétence; mais remarquons en même temps que quelques rapprochements ingénieux ne suffisent point pour décider la question, d'autant plus que M. Hahn lui-même n'hésite point à reconnaître qu'entre l'idiome pélasgique et le grec il devait y avoir une assez grande analogie ; il la compare à celle qui existe entre l'allemand et les langues Scandinaves. Or, je le demande, étant donné un mot anglais, dérivé d'une racine commune au saxon et au danois, serait-il facile de résoudre duquel des deux peuples les Anglais l'ont reçu?

Quelle que fût la langue ou le dialecte des Macédoniens, en ne peut guère douter, je pense, qu'ils ne fussent des Barbares plus ou moins hellénisés.
L'important serait de connaître l'élément barbare qui entrait dans la composition de ce peuple. Un ethnographe anglais justement estimé, M. Latham, les regarde comme des Thraces, c'est-à-dire des Slaves. M. Hahn croit qu'ils étaient de la même race que les Épirotes et les Illyriens, c'est à savoir des Pélasges.

De part et d'autre, on a invoqué l'autorité de Strabou, qui donne raison à chacun, car dans un passage il dit que les Macédoniens sont des Thraces, et plus loin, que le pays des Thraces commence à l'est du Strymon [fleuve coulant en Bulgarie et en Grèce]. Le témoignage des mythographes et des poètes, qui a son importance dans une question de si haute antiquité, est décisif en faveur de M. Hahn.
On lit dans le Recueil d'Apollodore, dépôt précieux des plus vieilles traditions, que Thesprotus et Macedonus furent fils de Lycaon, dont le père fut Pelasgus. Inutile de faire observer que dans la langue mythologique l'origine des peuples se confond avec celle de leurs héros éponymes.

Eaychyle, dans les Suppliantes, fait ainsi parler Pelasgus lui-même: « Je suis fils de Palœchthon possesseur d'une terre ancienne et Roi de cette terre que possède la race qui porte, d'après moi, le nom de Pélasges. Je règne sur le pays qu'arrosaient l'Axius et le Strymon à l'Occident. Dans mon Empire, je compte la terre des Perrhœbes, et les contrées au delà du Pinde, près des Péones Hongrois et des monts Dodonéens En Epire, Albanie du sud Grèce du nord. La mer borne mes États. »

M. Hahn, avec la plus louable impartialité, n'a négligé aucun des témoignages contraires à son opinion, et en général il les réfute heureusement. Les guerres continuelles entre les Épirotes, les Macédoniens et les Illyriens n'ont aucune valeur contre l'hypothèse d'une race commune.
On ne peut pas davantage tirer de conclusions contre la parenté des trois peuples du fait rapporté par certains auteurs, que, dans leurs relations, ils se sont quelquefois servis d'interprètes, et qu'ils se considéraient réciproquement comme étrangers. A ce sujet, M. Hahn présente une observation remarquable et qui lui est personnelle. L'Albanie moderne est divisée en deux tribus principales, les Gheghes Albanais du nord et les Toskes Albanais du sud. Entre eux coule le Chkoumb fleuve "Shkumbin" en alb. , autrefois le Genusus. Chacune de ces tribus a son dialecte, qui ne se distingue à la vérité que par la prononciation et par un certain nombre de mots particuliers. C'est ce qu'on remarque dans nos patois provinciaux : chaque village a ses expressions locales inusitées ailleurs, et cependant le fond de l'idiome reste commun à toute une province. Ces légères différences suffisent pourtant à établir le sentiment d'une nationalité distincte. Le Toskes ne considère pas le Gheghe comme un compatriote, et vice versa.

Quelquefois les gens de villages très éloignés, des gens de Souli Epirotes, albanais du sud], par exemple, et d'autres de Scodra [Shkodër, albanais du nord] auraient de la peine à se comprendre, et s'il s'agissait d'intérêts graves, il est probable qu'ils se serviraient entre eux d'interprètes. Ajoutons que le cours du Chkoumh (Shkumbin, cette limite actuelle des deux tribus albanaises, servait autrefois de frontière entre les Épirotes et les Illyriens. N'est-il pas très remarquable qu'une petite rivière marque encore une barrière que tant de révolutions auraient dû effacer? Cette barrière subsiste toujours dans l'opinion.

La supériorité de la Grèce sur l'Albanie, au point de vue de la civilisation, n'est point douteuse. M. Hahn l'attribue au croisement des races dans la Grèce. La sauvagerie des Albanais ne serait à son sentiment que le résultat de leur isolement. Il leur a manqué un antagonisme national qui aurait développé leurs facultés, et de même que [tant] d'espèces d'animaux acquièrent par le croisement une vigueur nouvelle, le peuple albanais n'a pris une énergie extraordinaire que lorsqu'il s'est trouvé mélangé ù un autre peuple. Au moyen-âge, l'invasion des Slaves a déterminé en lui une recrudescence de vitalité, qui s'est manifestée par une extension de ses frontières et par la résistance héroïque qu'il opposa longtemps aux conquêtes des Turcs, parvenus à l'apogée de leur puissance.

«La race hellénique, dit Hérodote, a toujours parlé la même langue.» Séparée des Pélasges, encore faible et s'élevant de médiocres commencements, elle a formé une nation puissante en englobant d'autres » peuples barbares. Au contraire, les Pélasges, en tant que Barbares» n'ont jamais fait des progrès considérables. »

En effet, cet isolement des Albanais dans leur propre pays pourrait bien être la seule cause qui ait retardé leur développement; hors de leurs frontières ils acceptent rapidement la civilisation qu'ils rencontrent. A partir du quatorzième siècle, on voit les Albanais pénétrer dans la Grèce, tantôt en aventuriers, tantôt en conquérants. Bientôt ils dominent dans plusieurs provinces: l'Attique, la Béotie, la Corinthie, Eubée méridionale se peuplent d'Albanais ; c'est à peine si dans les villes la race grecque conserve une supériorité numérique; dans les campagnes elle est presque entièrement renouvelée.

Pendant plusieurs siècles les deux races sont demeurées en présence sans se mêler ; la révolution de 1821 les a confondues en une seule nation. Aujourd'hui dans le royaume hellénique, le grec a remplacé la langue chkyipe albanaise; elle se conserve à peine par les femmes dans quelques localités, mais on peut prédire que d'ici à peu d'années il ne se trouvera plus en Grèce d'Albanais d'origine qui ait gardé son idiome. Ce phénomène tout récent peut expliquer comment les Arcadiens, Pélasges d'origine, sans avoir reçu de colonisation hellénique, ont adopté le grec et renoncé à leur ancienne langue. La langue grecque, autrefois comme de nos jours, était l'indice évident d'une certaine supériorité reconnue; voilà pourquoi elle est devenue générale.

On en peut inférer, et cette remarque n'a point échappé à M. Hahn, que les Hellènes arrivant en présence des Pélasges, possédaient déjà une civilisation supérieure à celle de ces derniers; leur idiome devait être plus parfait et plus régulier ; probablement il devint, même pour les tribus pélasgiques, un moyen de communication presque indispensable. Le général Georgey raconte qu'au plus fort de la guerre de Hongrie, lorsque les insurgés voulaient le plus ardemment effacer toutes les traces de la domination autrichienne, ils étaient réduits, faute de pouvoir comprendre leurs différents dialectes, à parler entre eux en albanais. Le grec a été, pour les Barbares habitant la Grèce, ce qu'a été le latin au Moyen-âge, la langue commune de tous les gens instruits.

M. Hahn propose d'appeler l'Albanais le Pélasge moderne, de même qu'on appelle grec moderne la langue corrompue qui se parle de nos jours en Grèce. Le Pélasge a dû souffrir plus que le grec du contact des idiomes étrangers, n'ayant pas eu l'avantage d'une littérature écrite dans laquelle on pouvait reprendre sans cesse les formes anciennes et nationales. Depuis la guerre de l'indépendance, le grec moderne s'est retrempé en quelque sorte aux sources antiques, et il a suffi de quelques années pour en faire disparaître une multitude de mots étrangers qui s'y étaient introduits. Ces mots ont été remplacés avec la plus grande facilité par des expressions tirées du grec littéral, qui a toujours conservé les respects même du vulgaire. Aujourd'hui que le Pélasge a été altéré par le slave, le turc, le grec, l'italien, et même, autant que je puis le croire, par le français, est-il bien possible d'y retrouver sûrement les débris de la langue originelle?

M. Hahn l'a tenté et l'on ne refusera pas à ses essais le mérite d'une ingénieuse subtilité, même si l'on doit en contester les résultats. Les recherches étymologiques ne sont jamais bien concluantes, parce que les lois qui président à la transformation des mots sont si élastiques, que souvent, en cherchant une origine, on en découvre plusieurs également probables. Je trouve un exemple assez frappant de cette triste vérité dans la dissertation de M. Hahn sur l'origine des Macédoniens.

Les érudits qui opinent pour une descendance hellénique, après avoir fait remarquer que le fondateur de la dynastie, Caranus, était Argien et Héraclide, reconnaissent facilement une racine grecque dans son nom et dans celui de son royaume. Caranus vient de kara, tète, ou, si l'on veut, de koiranos, chef, prince; Macédoine, dont le héros éponyme est Maeednus, de makednos, grand, élevé. Or, ce ne sont pas les montagnes qui manquent en Macédoine.

A cela, M. Hahn objecte le peu de vraisemblance qu'a une immigration argienne, partant du Péloponnèse, sous la conduite de ce Caranus, environ sept cents ans avant notre ère, pour aller fonder un royaume en Macédoine. Un si long voyage, a de quoi surprendre en effet. Caranus, suivant M. Hahn, serait venu d'une autre Argos, ville d'Illyrie, et son nom serait dérivé de Caranô. Caranô ne veut rien dire en albanais ; mais tout le monde sait (ce qui, en style d'érudit, signifie cinq ou six personnes) que ce mot en crétois signifie "chèvre". Or, les Crétois étaient dés Pélasges.

D'autre part, chèvre se dit "kith" en albanais; Kithim est le nom que les peuples sémitiques donnaient aux Macédoniens; il y avait en Macédoine une ville de Kissos; en Crète, une ville de Kittion. Les Rois descendants de Caranus étaient ensevelis dans une ville nommée Aegea, dont le nom rappelle encore le mot chèvre (aix, aigos) en grec... Mais pourquoi tant de chèvres? 

C'est qu'elles jouent un grand rôle dans l'histoire de la Macédoine. Ses anciennes monnaies autonomes portent l'image d'une chèvre.Caranus s'empara d'Aegea en surprenant une porte qu'on avait laissé ouverte pour faire rentrer les chèvres. Perdiccas, autre roi de Macédoine, avait gardé les chèvres. Le mot albanais qui signifie un troupeau de chèvres est "bagheti", qui dans quelques dialectes devient "magheti". Convenons qu'entre magheti et Macédoine il n'y a que la main.

Qu'on me permette encore de citer une ou deux étymologies. Larisse est un nom de lieu des plus remarquables. Presque partout où la tradition a placé des Pélasges, il y avait une Larisse. On rapproche ce nom de ville d'un des cinq ou six mots étrusques que savent les savants, fars, titre des chefs. Or, "lars" ressemble fort à Lares, dénomination que les Romains donnaient à leurs dieux domestiques, d'après les Étrusques, lesquels, selon M. Lepsius, sont des Pélasges-Tyrrhéniens ou des Tyrrhéniens-Pélasgiques. A ces mots de lars, larisse, M. Hahn trouve dans l'albanais une racine probable, c'est liarte, haut, puissant. Il explique encore tellement que les noms des trois villes où, du temps d'Hérodote, la langue pélasgique était encore parlée. Pteka (albanais Plaka l'ancienne); Skylake (... Je dépouille), Krestm (Kre'chf, crinière, racine d'oignon) (?).

Tout cela est fort beau mais laisse bien quelques doutes. Pour moi, j'avouerai qu'après avoir feuilleté la Grammaire et le Dictionnaire albanais publiés par M. Hahn, l'antiquité du Pélasge moderne m'inspire des soupçons. Je ne parle pas du nombre considérable de mots étrangers que renferme le vocabulaire. Comment pourrait-il en être autrement, lorsque les Albanais, pour une grande partie de leurs besoins, sont tributaires de voisins plus avancés qu'eux en civilisation et parlant des langues écrites et bien formées? Mais ce n'est pas seulement par l'originalité des racines qu'on peut apprécier l'antiquité d'une langue; l'étude des formes grammaticales fournit encore des renseignements curieux qu'il ne faut pas négliger. Je tiens de mon savant ami, feu M. Eugène Burnouf, ce principe de linguistique : c'est qu'une langue ancienne et isolée est synthétique ; une langue moderne et mêlée est analytique. Un exemple suffira pour éclaircir cet axiome. 


Qu'on observe le travail analytique qu'a subi la langue latine dans ses transformations qui ont produit les langues modernes de l'Europe occidentale. En latin, on exprime cette idée : Je suis aimé, par un seul mot : amor; en italien et en français, l'idée s'analyse, et au lieu d'un mot il en faut deux ou trois : son animato, je suis aimé. Autant que j'en ai pu juger, l'albanais en est arrivé à une période d'analyse à peu près semblable à celle où se trouvent nos langues occidentales. Assurément, cela ne prouve point qu'il n'y ait pas dans cet idiome un fonds très ancien, mais cela ajoute peut-être à la difficulté de retrouver son origine.
Il semble que l'albanais ait exercé une influence assez remarquable sur la langue grecque, influence, d'ailleurs, facile à expliquer, puisqu'une grande partie de la nation qui parle le grec aujourd'hui est de race albanaise.

Ainsi, une des singularités du verbe albanais, c'est qu'il n'a pas d'infinitif, une autre que le futur se forme au moyen d'un auxiliaire. On dit je veux que j'aime pour j'aimerai. Dans le grec moderne, il n'y avait pas d'infinitif. On l'a rétabli dernièrement, et c'est une des conséquences de la l'évolution. Le futur se forme également par un procédé analytique à la manière albanaise : tha uyapù, j'aimerai. Dans toutes les déclinaisons albanaises, le datif est semblable au génitif; en Grèce, le datif n'a été restauré qu'avec l'indépendance, et les gens qui ne se piquent pas d'helléniser disent encore : dos mou au lieu de dos moi (donne de moi) pour donne-moi.

H. Lepsius, contrairement à l'opinion commune qui fait arriver en Étrurie une colonie lydienne, suppose que ce pays a été peuplé par des Pélasges arrivant de l'Est à l'embouchure du Pu. Cette hypothèse parait avoir été adoptée par M. Hahn.

Il me souvient d'avoir entendu en Grèce une expression qui m'a fort intrigué. Ou me dit : ho hilios vacilèvi, le soleil règne, trône; cela veut dire qu'il se couche. Cette expression est inconnue au grec ancien. Le hasard m'a fait découvrir, je crois, son origine. Il y a certains mots qu'on cherche volontiers dans les glossaires étrangers qui vous tombent entre les mains, le mot Dieu, par exemple. En albanais on dit Pernili [Perenimi]. La racine [en albanais] paraît être perndaïgh [perendoi], c'est le verbe qui exprime le coucher du soleil. Si j'étais poêle, j'expliquerais comment le majestueux spectacle d'un coucher de soleil eu Orient a donné aux Albanais la première idée de la divinité ; en ma qualité d'apprenti étymologique, je me bornerai à conclure qu'eu baragouinant le grec ils ont traduit leur mot perndaïgh par le verbe qui signifie régner, parce qu'ils associaient dans leur propre langue le mot de soleil couchant Perendoi avec celui de Dieu =Perendi.

Toute mon érudition albanaise, je la tiens de M. Hahn, mais bien que sa grammaire soit excellente, je n'ai pas fait de grands progrès en Chkyipe [Albanais]. Les échantillons de la littérature albanaise que j'avais sous les yeux n'étaient pas faits pour m'encourager dans cette étude. J'avouerai franchement que malgré tout le goût que j'ai pour les poésies populaires, je n'ai pas senti le mérite des chansons dont le savant allemand nous a donné des traductions en vers et en prose. Pour la forme elles offrent une grande analogie avec les chants des Klephtes [bandits des montagnes de Grèce] que M. Fauriel et M. de Marcellus ont rendus presque populaires en France. Pour le fond nulle originalité. On se demande comment un peuple placé entre les Serbes et les Grecs est resté si parfaitement étranger au mouvement poétique de ses voisins, comment les admirables ballades slaves n'ont point trouvé d'écho dans les montagnes des Gheghes [Albanais du nord], et comment les Toskes [Albanais du sud], compagnons des Klephtes grecs, n'ont jamais éprouvé leurs inspirations des journées d'escarmouche ou des nuits de bivouac.

Dans les prétendues poésies que j'ai sous les yeux je ne trouve guères que des platitudes dignes de servir de devises aux bonbons du Fidèle-Berger, ou bien un luxe d'épithètes emphatiques, de rosés et de jasmins, d'ambre et de perles qui me paraissent des traductions de quelques troubadours turcs. Je veux cependant donner un échantillon de poésie albanaise, et je choisis une complainte funèbre et un chant d'amour parmi ce qui m'a paru le plus supportable. Cela a du moins le mérite d'être court. Le lecteur est averti que je traduis d'après une traduction. (....)
Que conclure de tout ce qui précède ? Que M. Hahn a fait un ouvrage intéressant et utile, et que l'Albanie renferme probablement beaucoup plus de Pélasges que de poètes.



Autresliens: http://www.google.com/books?id=encwT3GWwWsC&dq=albanais+pelasge&lr=&hl=fr&pg=PT46&output=text





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